Aromatherapie: Heilende Wirkung ätherischer Öle | backlaxx®

Aromatherapie: Die heilende Wirkung ätherischer Öle

Bei einer Aromatherapie werden die heilenden Kräfte ätherische Öle eingesetzt. Dabei spielen nicht nur die wohltuenden Düfte eine Rolle. Auch deren Inhaltsstoffe, die in über 2000 Arzneien ihre Anwendung finden belegen die Wirksamkeit.
Die Aromatherapie umfasst die Anwendung ätherischer Öle für Therapiezwecke. Im Fokus steht dabei die Linderung von Krankheiten oder die Steigerung des Wohlbefindens.

  Lesedauer: 20 min

by Roland Späht | 01.03.2019

Bewertung:


Ätherische Öle: Eine echte Alternative

Alternative Heilmethoden gewinnen in Deutschland immer mehr an Bedeutung und das nicht zu unrecht. Es muss nicht immer die chemische Keule sein, die uns hilft. Als Alternative kommt hier die Aromatherapie ins Spiel. Die ätherischen Öle, die dabei eingesetzt werden sind nicht nur eine Wohltat für unsere Nase sondern enthalten Wirkstoffe mit denen man viele Zipperlein, unter anderem auch Rückenschmerzen, erfolgreich behandeln kann. Diese Wirksamkeit ist allein schon dadurch belegt, dass sie laut dem deutschen und europäischen Arzneimittelbuch in über 2000 Arzneien enthalten sind.

1. Zuerst lesen!

Was erfährst du in diesem Artikel?

Wir möchten Dir in diesem Artikel die Wirkweise der Aromatherapie näher bringen und zeigen welche ätherischen Öle und Anwendungsmöglichkeiten es gibt, um Deine Rückenschmerzen und viele andere Beschwerden zu lindern oder ihnen vorzubeugen.

Wie ist dieser Artikel zu lesen?

Du hast von einer Aromatherapie schon mal gehört und möchtest Dir einen kurzen Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten verschaffen?


Du möchtest wissen, wie Ätherische Öle gewonnen werden?

Du möchtest Dich über die Wirkweise der Aromatherapie informieren?

Du leidest bereits an Rückenschmerzen oder anderen Beschwerden und bist auf der Suche nach Möglichkeiten, die Dir eine Linderung verschaffen?

Du möchtest wissen welche ätherischen Öle Dir helfen?


2. Was ist Aromatherapie?

Aromatherapie ist die Behandlung von Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen durch ätherische Öle. Um diese Frage jedoch genauer zu beantworten möchten wir zuerst darauf eingehen, was ätherische Öle sind. Schließlich sind sie der zentrale Bestandteil einer jeden Aromatherapie.

Ätherische Öle

Ätherische Öle, auch Essenzen genannt, werden aus Pflanzen gewonnen. Im Pflanzengewebe befinden sie winzig kleine Öltröpfchen, die uns den wunderbaren Duft bescheren, wenn wir an Ihnen riechen.

Diese Öle spielen dabei eine wichtige Rolle in der Pflanzenwelt und übernehmen dort viele Funktionen, wie z.B.:

Das ätherische Öl aus Lavendel ist eines der Beliebtesten und kann als eines der wenigen unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden.

Der beste Lavendel für die Aromatherapie wächst in den Hochgebirgen Frankreichs

  • Energiespeicher,
  • Schutz vor Hitze und Kälte,
  • Lockmittel für Insekten,
  • abhalten von Fraßfeinden z.B. Insekten,
  • Schutz vor Bakterien und Pilzen.

Dabei können diese Spuren von Öl in den verschiedensten Bestandteilen der Pflanze enthalten sein:

Um 100% naturreine ätherische Öle herzustellen sind sehr große Mengen an Pflanzenmaterial notwendig. Ein Richtwert für den Preis ergibt sich somit mit mindestens 1 Euro pro Milliliter. Alles andere, preislich günstigere, sind synthetische Öle, die entweder anteilig das ätherische Öl beinhalten oder mit Aromen versetzt sind.

Lagerung und Haltbarkeit

Am besten lagert man diese Essenzen in braunen oder blauen Flaschen, da sie lichtempfindlich sind und sonst schnell an Qualität verlieren. Wobei die Dauer der Lagerung sich von Öl zu Öl unterscheidet. Man unterscheidet bei der Haltbarkeit drei Gruppen:

  • Hochempfindliche Öle können nach der Erstöffnung ca. 1 Jahr verwendet werden und sollten zudem kühl gelagert werden. Dazu zählen Öle von Nadelhölzern (Tanne, Fichte), kaltgepresste Zirtonenschalenöle (Zitrone, Limette) und Teebaumöl,
  • Mittelempfindliche Öle halten sich etwa 2 – 3 Jahre nach der Erstöffnung. Hierzu gehören Öle aus Gräsern (Zitronengras),
  • Lang haltbare Öle aus Hölzern, Wurzeln und Blüten wie z.B. Sandelholz, Zeder oder Lavendel, sind ca. 3 – 8 Jahre haltbar.

Wichtig!

Bei Ölen, die viel Monoterpene und Aldehyde enthalten und nicht korrekt gelagert werden entsteht Peroxid, welches die Haut angreift. Dazu gehören Zitrusöle, Nadelbaumöle, Zitronengrasöle, Eukalyptusöle und Teebaumöl.

Farbe und Konsistenz

Die Farbe und Konsistenz von ätherischen Ölen kann sich stark voneinander unterscheiden und das ist auch völlig normal. Hier ein paar Beispiele:

Ätherische Öle lösen sich nur in fettem Öl, Alkohol flüssiger Seife und in natürlichen Emulsionen wie Milch, Sahne oder Honig, sie sind also nicht wasserlöslich.

Gewinnung

Bei der Gewinnung ätherischer Öle werden fünf gängige Verfahren verwendet, die ich Dir gerne kurz vorstellen möchte.

Wasserdampfdestillation
Der Prozess der Wasserdampfdestilation kann z.B. bei Sandelholz bis zu 100 Stunden dauern.

Die meisten ätherischen Öle werden mittels Wasserdampfdestillation gewonnen.

Die Wasserdampfdestillation ist heute noch die gängigste Variante um ätherische Öle zu gewinnen. Dabei werden die Öle mittels Wasserdampf aus den Pflanzen herausgelöst.

Dieser Dampf wird durch ein sich verjüngendes, gekühltes Rohr geleitet und dann in einem Auffanggefäß gesammelt. Das Öl schwimmt dann auf dem dort befindlichen Wasser auf und wird dann abgeschöpft.

Dieser Prozess kann z.B. bei Sandelholz bis zu 100 Stunden dauern. Während der Destillation entsteht ebenfalls das sogenannte Hydrolat (wasserlösliche Pflanzenbestandteile), was bis zu 3% des ätherischen Öles ausmachen kann. Diese Hydrolate enthalten wichtige Wirkstoffe und werden auch für Heilzwecke eingesetzt.

Kaltpressung

Die Kaltpressung, auch Expression genannt, wird gerne bei Zitrusfrüchten angewendet. Dabei werden die Schalen zerkleinert, mit ein wenig Wasser vermischt und ausgedrückt. Anschließend wird das Öl-Wasser-Gemisch in einer Zentrifuge getrennt. Wichtig, wenn man selbst ätherisches Öl herstellen will sollte man darauf achten, dass die Früchte ungespritzt und aus biologischem Anbau sind. Ansonsten gelangen Insektizide und Herbizide ins Öl.

Enfleurage

Bei der Enfleurage werden die duftenden Pflanzenteile in Öl oder Fett eingelegt, welches die Duftstoffe aufnimmt. Diese Methode wird z.B. bei Jasmin oder Tuberose verwendet, weil diese sich durch Wasserdampfdestillation nicht verarbeiten lassen. Nach einer bestimmten Zeit werden dann durch Alkoholextraktion das ätherische Öl aus dem Fett/Öl herausgelöst.

Lösungsmittelextraktion

Die Lösungsmittelextraktion ist ein Verfahren bei dem die Pflanzenteile in Aceton, Methanol oder Ethanol vermischt und langsam erwärmt werden. Der anschließend unter Vakuum stattfindende Destillationsprozess führt zu einer übrigbleibenden, wachshaltigen Paste welche anschließend wieder mit Alkohol erwärmt wird. Danach wird abgekühlt, gefiltert und anschließend wird der Alkohol durch Destillation verdampft und übrig bleibt das ätherische Öl.

Resinoid-Herstellung

Ätherische Öle wie Weihrauch, Myrrhe, oder Benzoe werden mit Chlorkohlenwasserstoffen oder Alkohol angesetzt. Anschließend erhitzt, verrührt, extrahiert und gefiltert.

Reinheit

Die Reinheit ist bei ätherischen Ölen ein zentrales Thema. Denn nur im höchsten Maße reine und qualitativ hochwertige Öle entfalten ihre heilende und belebende Wirkung. Hierfür gibt es einige Kriterien, die erfüllt werden sollten und woran Ihr gute von schlechten Ölen unterscheiden könnt.

Botanische Herkunft: Diese sollte auf dem Etikett vollständig, mit Gattungs- und Artennamen, angegeben werden (Bsp.: Eucalyptus Globulus). Verwende nur authentische, genuine Öle aus biologischem Anbau oder aus zertifizierter Wildsammlung.

Geografischer Ursprung: Dieser sollte ebenfalls angegeben sein. Denn jede Pflanze hat sein optimales Anbaugebiet, was die Qualität des Öles durch die Klima- und Bodenverhältnisse beeinflusst. Lavendel kommt am besten aus den Gebirgen Frankreichs, Orangen- und Zitronenöl aus Sizilien und Sandelholzöl aus Mysore (Stadt in Südindien).

Deklaration: Ein hochwertiges Öl erkennt man ebenfalls daran, dass es vollständig deklariert ist. Folgende Angaben sollten daher vorhanden sein:

Hochwertige Verarbeitung und Materialien sind Pflicht bei der Herstellung der BACKLAxx-Matte.

Nur qualitativ hochwertige Öle haben eine therapeutische Wirkung

  • 100% naturreines ätherisches Öl,
  • Angabe des Pflanzenteils,
  • Herkunftsland,
  • Gewinnungsverfahren,
  • Art des Pflanzenanbaus,
  • Angabe des Lösungsmittels,
  • Verdünnungsverhältnis bei teuren oder zähen Ölen (Jojobaöl oder Alkohol),
  • Mengenangabe in Milliliter,
  • Chargennummer,
  • Jahrgang,
  • evtl. Gefahrenstoffverzeichnis nach EU-Verordnung,
  • Firmenname,
  • Sicherheitshinweise,
  • Tropfeinsatz, kindersicherer Verschluss sowie Braun- oder Violettglas.

Woher kommt die Aromatherapie?

Bereits im Altertum bei den Ägyptern, Römern und Griechen wurde die Aromatherapie erfolgreich angewendet. Hauptsächlich wurde sie für die Heilung, Kosmetik, für spirituelle Zwecke und zur Mumifizierung angewendet. Im 20. Jahrhundert wurde die moderne Aromatherapie entwickelt. In diesem Zeitraum begann auch der französische Chemiker René-Maurice Gattefossé sich mit der kosmetischen und medizinischen Wirkung von ätherischen Ölen zu beschäftigen.

Ein französischer Arzt, Dr. Jean Valnet begann die Erkenntnisse von René-Maurice Gattefossé in der Praxis anzuwenden und machte sie dort zum Teil der Schulmedizin. Von Frankreich aus erreichte die Lehre der Aromatherapie England, wo sie seither eine große Bedeutung bei Therapien hat.

Auch in Italien wurden bereits in 1920er Jahren besonders

  • die psychologische Wirkung,
  • der Einfluss auf das Nervensystem und
  • die keimtötenden Eigenschaften

der Öle erforscht.

Mittlerweile wurden zahlreiche wissenschaftliche Studien durchgeführt, die die therapeutische Wirkung der ätherischen Öle belegen.


3. Wie wirkt die Aromatherapie und was bringt sie?

Die heilende Wirkung einer Aromatherapie entsteht aus den Inhaltsstoffen und Einfluss des Duftes der verarbeiteten Pflanzen auf uns. Häufig vorkommende Wirkstoffe in Pflanzen sind unter anderem:

  • Phytosterine senken den Cholesterinspiegel,
  • Polyphenole fördern die Verdauung,
  • Polysaccharide stärken das Immunsystem,
  • Flavonoide wirken entzündungshemmend und antioxidativ,
  • Phenolsäuren wirken antibakteriell.
Ätherische enthalten viele Wirkstoffe, die eine positive Wirkung auf unser Wohlbefinden haben.

Ätherische Öle werden sehr schnell vom Körper aufgenommen

Sie werden relativ leicht über die Haut, die Atemwege oder die Mundschleimhaut in den Blutkreislauf aufgenommen. Neben der Wirkung der Inhaltsstoffe haben die Düfte einen Einfluss auf unsere Psyche, welche bei der Entstehung oder Bekämpfung von Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen.

Stress zum Beispiel kann auf Dauer durch Verspannungen zu Muskel- und oder Rückenschmerzen führen. Die entspannende und entkrampfende Wirkung vieler ätherischer Öle, die in der Aromatherapie angewendet werden wirken dem entgegen.

Warum eine Aromatherapie anwenden?

Es gibt wohl viele Gründe um eine Aromatherapie anzuwenden. Um nur einige zu nennen:

  • Eine sanfte Alternative zu herkömmlichen Medikamenten,
  • unterstützt konservative Therapien,
  • ein Naturprodukt und somit natürliche Wirkstoffe,
  • die Wirkung ist belegt, schließlich sind sie nach dem deutschen und europäischen Arzneimittelbuch in über 2000 Medikamenten enthalten,
  • ein Öl – viele Wirkungen: Lavendel z.B. kann bei ca. 35 Beschwerden eingesetzt werden.

Wie schnell tritt die Wirkung ein?

Die Inhaltsstoffe der ätherischen Öle sind bereits nach 15 Minuten im Urin nachweisbar und entfalten dann bereits ihre Wirkung. Ein spürbarer Effekt hängt stark von Schwere und Art der Beschwerden ab. Entspannung tritt bereits nach wenigen Minuten ein, auch Erkältungsbeschwerden sind schnell gelindert, Wunden und Entzündungen bedarf es mehrerer Anwendungen bis diese verheilt oder abgeklungen sind.


4. Wem hilft eine Aromatherapie?

Eine Aromatherapie hilft so gut wie jedem, dabei spielt die Herkunft, das Alter und Geschlecht keine Rolle. Allerdings sollten gewisse Dinge bei der Anwendung beachtet werden:

  • Ätherische Öle sollten wohl dosiert sein, ansonsten können Nebenwirkungen wie Vergiftungen und allergische Reaktionen auftreten.
  • Es gibt in Deutschland ca. 500.000 Duftstoff-Allergiker
  • Vor allem bei Kindern, Schwangeren und geschwächten Personen sollte man bei der Anwendung vorsichtig sein.
  • Nur die wenigsten ätherischen Öle dürfen unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden. Besonders Personen mit sehr empfindlicher Haut sollten nur leichte Dosierungen verwenden, da es sonst zu Reizungen kommen kann.
  • Epileptiker sollten auf Öle wie Campher, Fenchel, Rosmarin, Salbei, Ysop, Zeder und Muskatnuss verzichten.
  • An Brustkrebs erkrankte Frauen sollten auf Anis, Fenchel, Muskatellersalbei​ und Zypresse verzichten.
  • Bei Kleinkindern sollte auf eine Anwendung verzichtet werden.

5. Anwendung der Aromatherapie

Das Öl-Wasser-Gemisch wird mittels Kerze erhitzt und verdampft.

Die bekannte, klassische Duftlampe mit Kerze.

Die Anwendungsmöglichkeiten einer Aromatherapie sind sehr vielfältig und teilweise unübersichtlich. Deshalb möchte ich Dir

  • die Häufigsten aufzeigen,
  • welche Öle dafür geeignet sind und
  • welche Wirkung sie entfalten.


Wie sieht die Anwendung aus und welche Hilfsmittel gibt es?

Welche

  • Varianten der Anwendung es gibt,
  • welche ätherischen Öle dafür geeignet sind und
  • mit welche Wirkung sie dabei entfalten

möchte ich Dir an dieser Stelle aufzeigen.

Die Duftlampe

Die wohl bekannteste Art und Weise in den Genuss des Duftes ätherischer Öle zu kommen ist die Duftlampe. Diese besteht aus Keramik, Speckstein, Metall, Glas oder Porzellan. Dabei werden 5 – 10 Tropfen in Wasser gegeben und durch eine Kerze oder Glühbirne erhitzt. Durch den aufsteigenden Wasserdampf wird die Raumluft mit dem süßen Duft des Öls erfüllt. Dabei beeinflusst das Aroma die Stimmung und kann desinfizierend wirken.

Ätherische Öle mit harmonisierender Wirkung sind für den Wohnbereich, aber auch für das Schlafzimmer, bestens geeignet. Hierfür gibt es verschiedene Mischungen, die eine bestimmte Reaktion bei uns auslösen:

  • stimmungsaufhellend,
  • entspannend,
  • stressabbauend.

Dazu gehören unter anderem Bergamotte, Orange, Lavendel, Vanille oder Neroli.

Im Arbeitsbereich sind vor allem Öle einsetzbar wie Rosmarin, Grapefruit, Zitrone oder Minze, die die Konzentrationsfähigkeit steigern und anregend wirken. Im Kinderzimmer darf es etwas sein, dass die Fantasie der Kleinen beflügelt. Zu den Lieblingsdüften gehören hier Mandarine, Kakaoextrakt oder Zimt.

Ein schöner Nebeneffekt ätherischer Öle ist die desinfizierende und reinigende Wirkung auf die Raumluft. Ausgewählte Düfte aus Eukalyptus, Rosmarin, Nelke oder Thymian eignen sich besonders gut dafür.

Der Aromadiffuser oder Vernebler

Ein Vernebler oder auch Diffusor genannt wird mit Wasser und ein paar wenigen Tropfen ätherischem Öl mittels Ultraschalltechnik kalt zerstäubt.

Ein Vernebler zerstäubt ein Gemisch aus Wasser und ätherischem Öl

Der mittlerweile sehr beliebte, elektrisch betriebene Aromadiffuser vernebelt ein Wasser/Öl-Gemisch und gibt es an die Raumluft ab. Dabei reichen bereits wenige Tropfen des ätherischen Öls mit Wasser gemischt um den Raum mit einem angenehmen Duft zu erfüllen.

Das Schöne daran ist, dass die meisten Geräte mittlerweile eine Zeitschaltuhr haben und somit ein frischer Duft nach einem anstrengenden Arbeitstag beim Betreten der Wohnung um die Nase weht. Ein schöner Nebeneffekt ist die Befeuchtung der Raumluft, was ein austrocknen der Schleimhäute verhindert.

Raumspray

Raumsprays sind besonders gut geeignet um schnell schlechte Gerüche zu beseitigen, die Raumluft zu desinfizieren oder eine gewünschte Atmosphäre zu schaffen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind dabei sehr vielfältig, ob zu Hause, im Hotelzimmer, im Auto oder im Büro.

Raumsprays kann man fertig kaufen oder ganz einfach selbst herstellen. Einfach 100ml Alkohol, z.B. 45% - 75%iger Weingeist und 20 – 25 Tropfen ätherischen Öles in eine Pumpsprayflasche geben und kräftig schütteln.

Inhalation

Jeder kennt das Bild, einer mit einem Handtuch auf dem Kopf, über einer dampfenden Wasserschüssel gebeugten Person. Diese Anwendung wird hauptsächlich bei Erkältungen verwendet um die Atemwege zu befreien. Einfach 3 – 5 Tropfen ätherischen Öles in heißes Wasser geben und ca. 5 Minuten mit geschlossenen Augen 2 – 3 Mal täglich durchführen. Besonders geeignet für die Inhalation sind Öle wie Angelikawurzel, Eukalyptus radiata, Thymian oder Latschenkiefer.

Neben der Anwendung in heißem Wasser ist auch eine sogenannte trockene Inhalation möglich. Einfach 3 – 5 Tropfen des ätherischen Öls auf ein Taschentuch geben, vor die Nase halten und einige Male tief einatmen.

Gesichtsdampfbäder

Der einzige Unterschied zur oben genannten Inhalation ist der Grund der Anwendung. In diesem Fall macht man sich die reinigende Wirkung der ätherischen Öle auf der Haut zu nutze. Besonders geeignet hierfür sind Deutsche oder römische Kamille, Lavendel oder Salbei. Verzichten sollte man darauf, wenn man zu platzenden Äderchen neigt.

Kompressen

Heilende feucht-warme Kompressen helfen bei vielen Beschwerden. 4- 5 Tropfen ätherischen Öls mit einem Esslöffel Honig verrühren und in einem Liter heißem Wasser verrühren. Darauf achten, dass kein unverdünntes Öl an der Oberfläche schwimmt. Anschließend ein kleines Handtuch eintauchen, auswringen und auf die betroffen Körperstellen legen. Diese Methode bewirkt eine schnelle Hilfe bei:

  • krampfartigen Magen- und Unterleibsschmerzen,
  • Gallenkoliken,
  • Abszessen,
  • Ohrenschmerzen,
  • Leber- und Gallenfunktion anregen und entgiften.


Die Anwendung von Kompressen wird schon seit Jahrhunderten angewendet. Gibt man heißem oder kaltem Wasser ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzu kann man die heilende Wirkung der Öle direkt auf Körperstellen anwenden.

Kompressen werden mit heißem oder kaltes Wasser mit ätherischem Öl versetzt, getränkt und anschließend auf die betroffen Körperstellen gelegt.

Achtung, nicht bei geplatzten Äderchen verwenden! Die Kompresse so lange aufliegen lassen bis sie auf Körpertemperatur heruntergekühlt ist.

Kalte Kompressen sind hilfreich bei Entzündungen, als Wadenwickel bei Fieber, bei Kopfschmerzen, Sonnenbrand und Schwellungen. Hierfür ebenfalls das ätherische Öl mit einem Esslöffel Honig verrühren und in kaltem Wasser auflösen und auflegen.

Heilerde

Als Grundlage für ätherische Öle ist Heilerde gut geeignet. Hierzu werden einige Esslöffel Heilerde mit Wasser oder Kräutertee zu einem dünnflüssigen Brei angemischt und mit 5 Tropfen ätherischen Öls vermengt. Diese Mixtur kann dann in Umschlägen, Packungen, Kompressen oder Gesichtsmasken verwendet werden. Solche Anwendungen wirken

  • entzündungshemmend,
  • nehmen Gift- und Schadstoffe auf,
  • fördern die Durchblutung und
  • aktivieren das Gewebe, was zu einem Abtransport von Giftstoffen in den unteren Hautschichten führt.


Die Kombination aus Heilerde und ätherischen Ölen eignet sich sehr gut für Kompressenanwendungen.

Heilerde kann sehr gut mit ätherischen Ölen kombiniert werden und wirken entgiftend

Ebenso können Hauterkrankungen wie

  • nässende juckende Entzündungen,
  • Ekzeme,
  • Furunkel,
  • Allergien,
  • schlecht heilende Wunden,
  • Sonnenbrand,
  • Verbrennungen,

damit behandelt werden. Rheumatische Schmerzen oder akute Schmerzen bei einem Hexenschuss sind ebenfalls damit behandelbar. Gesichtspackungen reinigen die Haut und vermeiden Pickel und Akne.

Bäder

Bäder mit ätherischen Ölen sind wohl eine der schönsten Anwendungsmöglichkeiten der Aromatherapie. Dabei werden die Öle mit natürlichen Emulgatoren wie Honig oder Sahne vermengt und dem Badewasser zugegeben. Dabei kann man auf verschiedenste Varianten zurückgreifen um es sich in der Badewanne gemütlich zu machen. Wie z.B. ein

Ätherische Öle mit natürlichen Emulgatoren, wie z.B. Honig vermischt ist eine wunderbar entspannende Anwendung bei der Aromatherapie.

Ein Bad mit etwas ätherischem Öl gehört zu den schönsten Anwendungen bei der Aromatherapie

  • Honigbad,
  • Sahnebad,
  • Schaumbad,
  • Salzbad,
  • Kleiebad,
  • Kinderbad oder
  • ein Cellulitebad.

Je nachdem welches Bad man in Verbindung mit einem ätherischen Öl verwendet können unterschiedliche Wirkungen erzielt werden.

  • entspannend und schlaffördernd,
  • erfrischend und stärkend,
  • kreislaufanregend, entgiftend, durchblutungsfördernd,
  • hautpflegend,
  • sinnanregend.

Sitzbäder können bei 

  • Menstruationsstörungen,
  • Blasenentzündungen,
  • Hämorrhoiden oder
  • Unfruchtbarkeit helfen. 

Fußbäder wirken

  • entkrampfend über die Reflexbahnen und helfen bei krampfartiger, zu schwacher und ausbleibender Regel,
  • helfen bei Durchblutungsstörungen und
  • Stressbeschwerden.

Körper-, Massage- oder Gesichtsöle

Ähnlich wie die Bäder eine wunderbare Möglichkeit eine Aromatherapie anzuwenden. Duftende Massageöle können natürlich nahezu überall gekauft werden. Leider werden häufig mineralische Öle bei der Herstellung verwendet, welche die Haut austrocknen anstatt sie zu pflegen.

Das muss so nicht sein, denn man kann sehr einfach sein eigenes Körperöl leicht herstellen. Einfach ein Pflanzenöl (z.B. Olivenöl) mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren mit ein paar Tropfen ätherischen Öls vermischen. Die Verwendung hochwertiger Pflanzenöle ist dabei entscheidend, da sie viele wichtige Eigenschaften mit sich bringen:

Aufgetragen auf der Haut entfalten die ätherischen Öle im Zusammenspiel mit dem Massageöl ihre wunderbare Wirkung.

Öle zur Massage oder zum Einreiben werden sehr oft mit ätherischen Ölen versetzt und kann ganz leicht selbst und individuell angemischt werden

  • Träger wichtiger Heilstoffe und Vitamine,
  • Unterstützen Funktionen der Haut wie Atmung, Lichtaufnahme und Wärmeregulierung,
  • Regenerieren die Haut,
  • Regen den Stoffwechselprozess,
  • Machen die Haut geschmeidig.

Folgende Öle sind bestens für die Herstellung von natürlichen Körperölen geeignet:

▼ Jojobalöl

▼ Süßes Mandelöl

▼ Haselnussöl

▼ Johanniskrautöl (Mazerat)

▼ Kokosöl

▼ Weizenkeimöl

▼ Sesamöl

▼ Distelöl (Safloröl)

▼ Olivenöl

Hydrolate

Das Hydrolat entsteht bei der Wasserdampfdestillation neben dem ätherischen Öl, ist besonders leicht wasserlöslich und enthält nur geringe Mengen an ätherischem Öl. Dabei sind Hydrolate kein Abfallprodukt sondern ein wichtiger Teil der Aromatherapie. Leider verkeimen sie schnell und sind deshalb nicht lange haltbar. Bei kühler Lagerung, lichtgeschützt in dunklen Flaschen halten sie etwa ein Jahr.

Angebrochene Hydrolate sollten im Kühlschrank gelagert werden und haben dort eine Haltbarkeit von ca. 3 – 6 Monaten. Die Haltbarkeit kann allerdings durch die Zugabe von Alkohol oder Algenextrakten verlängert werden. Falls Alkohol als Konservierungsmittel verwendet wird ist es für gewisse Anwendungen, wie Augenkompressen oder zu Babypflege, nicht zu empfehlen. Für die Konservierung sollte dann auf Algenextrakte zurückgegriffen werden.

Qualitativ hochwertige Hydrolate werden durch mehrstufige Destillationsvorgänge (Kohobation) hergestellt. Diese eignen sich besonders gut für

Das Hydrolat entsteht bei der Wasserdampfdestillation von Pflanzenteilen und macht ca. 3 des ätherischen Öl. Es enthält viele Wirkstoffe und werden für Heilzwecke eingesetzt.

Das Hydrolat entsteht bei der Wasserdampfdestillation von Pflanzenteilen und enthält viele heilende Wirkstoffe

  • Kompressen,
  • Gesichtswasser,
  • Gels,
  • Cremes,
  • Aftershaves
  • Deos,
  • Haarwässer,
  • Raumsprays,
  • Parfümsprays,
  • die Verwendung in der Duftlampe,
  • zur Einnahme mit Tee oder Wasser

Nachfolgend eine Übersicht von Hydrolaten und deren heilende Wirkungen:

▼ Lavendelhydrolat

▼ Melissenhydrolat

▼ Rosmarinhydrolat

▼ Nerolihydrolat

▼ Rosenhydrolat

▼ Immortellenhydrolat

▼ Myrtenhydrolat

▼ Kamillenhydrolat

▼Minzhydrolat

▼ Zirbelkieferhydrolat

▼ Angelikahydrolat

▼ Holunderblütenhydrolat


6. Therapie

Die Aromatherapie kann bei sehr vielen Beschwerden eingesetzt werden. Je nach Schwere der Erkrankung kann sie als Alternative eingesetzt werden oder zur Linderung von Symptomen. Auch wenn ätherische Öle für jeden zugänglich sind, sollte immer das Bewusstsein herrschen, dass eine Kontraindikation oder Wechselwirkungen mit Medikamenten auftreten kann.

Wer darf eine Aromatherapie durchführen?

Da ätherische Öle frei verkäuflich sind kann sie auch jeder anwenden, jedoch sollte sich jeder vor der Anwendung ausreichend damit beschäftigen um sich die notwendigen Kenntnisse anzueignen. Eine beratende Tätigkeit zur Aromatherapie darf in Deutschland ein nach dem Heilpraktikergesetz geprüfter Therapeut einnehmen. In diesem Fall darf auch die Bezeichnung Aromatherapeut/in verwendet werden. Aber auch Ärzte und Psychotherapeuten dürfen eine Aromatherapie durchführen.

Welche Öle wofür?

Wie bereits erwähnt haben ätherische Öle viele Wirkungen. Um einen Überblick zu bekommen, welche Beschwerden mit welchen Ölen behandelt werden können, habe ich Dir eine Übersicht zusammengestellt.

Angst:
Angelika, Bergamotte, Jasmin, Muskatellersalbei, Neroli, Orange, Safran, Sandelholz, Ylang Ylang, Zeder, Zirbelkiefer, Basilikum, Geranie, Koriander, Majoran, Zimt

Arthritis:
Cajeput, Wacholder, Wiesenkönigin

Cellulite:
Orange, Zypresse, Rosmarin, Schafgarbe, Grapefruit, Wiesenkönigin, Wacholder, Zitrone

Depressionen:
Bergamotte, Lavendel, Melisse, Neroli, Rose, Schafgarbe, Ylang Ylang, Basilikum, Geranie, Tonka


Durchblutungsstörungen:
Angelika, Latschenkiefer, Rosmarin, Mastix

Kopfschmerzen:
Lavendel, Melisse, Neroli, Ingwer, Majoran, Rose, Muskatellersalbei, Rosmarin, Basilikum, Ylang Ylang, Minze


Krampfadern:
Schafgarbe, Zypresse, Zitrone, Wacholder, Mastix, Geranie

Menstruationsprobleme:
Zu schwach oder ausbleibend: Muskatellersalbei, Schafgarbe, Basilikum, Koriander, Thymian, Vanille, Zimt, Wacholder

Zu stark: Zypresse, Galbanum

Schmerzhaft: Bergamotte, Immortelle, Kamille, Muskattellersalbei, Schafgarbe, Koriander

Unregelmäßig: Immortelle, Melisse, Rose, Fenchel

Muskelkater:
Minze, Rosmarin, Zirbelkiefer, Ingwer, Majoran, Wiesenkönigin, Galgant

Muskelschmerzen:
Rosmarin, Zirbelkiefer, Ingwer, Wacholder, Eukalyptus, Weihrauch, Galgant

Neuralgien:
Lavendel, Cajeput, Geranie

Nervosität:
Angelika, Bergamotte, Melisse, Muskattellersalbei, Rosenholz, Sandelholz, Schafgarbe, Basilikum, Bonzoe, Fenchel, Galbanum, Koriander, Majoran, Tonka, Weihrauch, Safran, Vanille

Prämenstruelles Syndrom
Kamille, Muskattellersalbei, Neroli, Ylang Ylang

Rheuma:
Eukalyptus, Lavendel, Minze, Rosmarin, Weißtanne, Schafgarbe, Zirbelkiefer, Zitrone, Cajeput, Galbanum, Ingwer, Latschenkiefer, Niaouli, Wacholder, Wiesenkönigin

Schlaflosigkeit:
Neroli, Rose, Lavendel, Sandelholz, Majoran, Benzoe, Myrrhe

Stress:
Bergamotte, Muskattellersalbei, Sandelholz, Vetiver, Fenchel, Neroli, Rose, Safran, Lavendel, Myhrre

Wechseljahresbeschwerden:
Salbei, Melisse, Muskattellersalbei, Schafgarbe, Zypresse, Geranie


7. Zusammenfassung

Die Aromatherapie in Form von ätherischen Ölen, die zur Anwendung gebracht werden stärkt und fördert die körperliche und psychische Gesundheit und lindert Beschwerden von unterschiedlichsten Krankheiten. Jedoch sollten unbedingt Nebenwirkungen und Kontraindikationen beachtet werden. Hierzu gehören vor allem Hautausschlag, Vergiftungen, Allergien oder Atemnot. Bei schwerwiegenden Erkrankungen sollte die Aromatherapie lediglich unterstützend angewendet werden.


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