Symptome Rückenschmerzen – Ein Überblick | backlaxx®

Symptome bei Rückenschmerzen – HWS | BWS | LWS

Die Symptome von Rückenschmerzen sind sehr unterschiedlich und nicht nur auf die Rückenpartie in Form von Schmerzen abzugrenzen. An dieser Stelle möchten wir Dich detailliert über die häufigsten Ursachen und deren Symptome in den Bereichen der Lenden,- Brust,- und Halswirbelsäule informieren.
Neben dem Nacken, können auch der Kopf, Extremitäten, die Brust, die Verdauung und weitere Körperregionen betroffen sein

  Lesedauer: 16 min

by Roland Späht | 03.04.2018

1. Zuerst lesen!

Was erfährst Du in diesem Artikel?

Die Symptome von Rücken von Rückenschmerzen sind sehr unterschiedlich und nicht nur auf die Rückenpartie abzugrenzen. An dieser Stelle möchten wir Dich detailliert über Symptome der häufigsten Ursachen in den Bereichen der

  • Lendenwirbeln
  • Brustwirbeln und
  • Halswirbeln

informieren. Somit hast du die Möglichkeit deine Situation besser einzuschätzen.


Wie ist dieser Artikel zu lesen?

Du möchtest Dir einen Überblick über das Thema Symptome bei Rückenschmerzen verschaffen?

  • Fühle Dich frei den Artikel zu überfliegen und lese das was Dich interessiert.


Du hast bereits seit längerem oder immer wieder mal Rückenschmerzen?

  • Du kannst dich abhängig von deinen Symptomen über die drei häufigsten Ursachen informieren. Dabei ist es abhängig davon, ob sich die Schmerzen in der Lendenwirbelsäule, Brustwirbelsäule oder Halswirbelsäule befinden.
  • Falls Du keine passenden Symptome für Dich findest, kannst Du Dir einen Überblick über viele weitere Ursachen verschaffen.

2. Symptome bei Rückenschmerzen

Neben den eigentlichen Rückenschmerzen äußern sich Symptome auf vielfältige Weise. Das Leitsymptom steht dabei für das wichtigste Anzeichen einer Erkrankung, dieses geht mit verschiedenen Begleitsymptomen einher.

Dabei wird nachfolgend nach Symptomen bei Kreuzschmerzen, im Brustwirbelbereich und Nacken unterschieden und auf die häufigsten Ursachen eingegangen.

3. Kreuzschmerzen Symptome -
LWS-Syndrom

Ca. 2/3 der auftretenden Rückenschmerzen befinden sich im Lendenwirbelbereich und werden als Kreuzschmerzen bzw. LWS-Syndrom bezeichnet. Hinzu kommt, dass

Die große Verbreitung von Kreuzschmerzen rührt von den hohen Belastungen, die die Lendenwirbelsäule aufnehmen muss.

2/3 der Rückenschmerzen entstehen im Bereich der Lendenwirbelsäule

  • ca. 90% davon myofaszial bedingt sind.
  • 1% - 2% der Lendenwirbelschmerzen werden durch einen Bandscheibenvorfall ausgelöst.
  • Bei älteren Menschen steigt die Wahrscheinlichkeit (1% - 5%) einer lumbalen Spinalkanalstenose (Verengung des Wirbelkanals).

In seltenen Fällen, hier liegt hier Wahrscheinlichkeit größten Teils bei weit unter 1%. Folgende Ursachen können zutreffen:

Rote und Gelbe Flaggen

Bei Kreuzschmerzen wurde eine Versorgungsleitlinie der Bundesärztekammer herausgegeben. Diese soll behandelnden Ärzten die Möglichkeit geben Anhaltspunkte zu erkennen, die auf eine schwerwiegende Erkrankung im Lendenwirbelbereich hindeuten.

Hierzu wurde vom Robert Koch-Institut eine eigene Darstellung entwickelt, die eine leichtere Verständlichkeit von roten Flaggen (red flags) und gelben Flaggen (yellow flags) ermöglicht.

Rote Flaggen sind Symptome und Anhaltspunkte, die auf eine schwere Erkrankung hindeuten. Gelbe Flaggen sind Umstände, die den Übergang von akuten zu chronischen Schmerzen begünstigen.

Rot

Gelb

Tumor:

  • höheres Alter
  • Tumorleiden in der Vorgeschichte
  • allgemeine Symptome wie Gewichtsverlust,
  • rasche Ermüdbarkeit
  • starker nächtlicher Schmerz

Infektion:

  • allgemeine Symptome wie kürzlich aufgetretenes Fieber, Schüttelfrost
  • bekannte bakterielle Infektionen

»Stress«-Empfinden (v. a. berufs-/arbeitsbezogen)

Fraktur:

  • Unfall
  • Bagatelltrauma (z. B. Husten, Niesen)
  • bekannte bakterielle Infektionen

Schmerzvermeidungsverhalten

Radikulopathien/Neuropathien (Nervenschädigung):

  • straßenförmig in ein oder beide Beine ausstrahlende Schmerzen; ggf. verbunden mit Taubheitsgefühlen
  • zunehmende Lähmung, Sensibilitätsstörung der unteren Extremitäten
  • Kaudasyndrom

Hilfs- und Hoffnungslosigkeit, »Katastrophisieren«

Passives Schmerzverhalten (ausgeprägte Schon- und Vermeidungshaltung)

Weitere körperliche Beschwerden ohne erkennbare Krankheitsursache (»Somatisierungtendenz«)

Negative Krankheitsvorstellungen


Die drei häufigsten Ursachen - LWS

Muskelverspannungen

Muskelverspannungen sind der häufigste Grund von Lendenwirbelschmerzen. Die Ursachen sind vielfältig und können von anfänglichen leichten Beschwerden bis hin zu chronisch starken Schmerzen, aufgrund von gedrückten Nerven, führen.

Leitsymptome

Die Symptome von Rückenverspannungen sind

  • Schmerzen bei Bewegungen sowie Druck auf den Muskel,
  • Muskelschmerzen,
  • Verhärtungen der Muskulatur, teilweise knotig (Triggerpunkt),
  • Einnehmen einer gebückten Schonhaltung,
Begleitsymptome

Symptome von Muskelverspannungen können manchmal zu einem Druck auf die Spinalnerven durch eine dauerhafte Fehlhaltung führen. Man spricht in so einem Fall von einem "eingeklemmten Nerv". Die Symptome können folgendermaßen ausfallen:

  • strahlender Schmerz in die Extremitäten (Arme/Beine)
  • Taubheitsgefühl in den Beinen

Bandscheibenvorfall

Beim klassischen Bandscheibenvorfall, oder auch medizinisch Diskusprolabs genannt, bricht der äußere Faserring. Die gallertartige Flüssigkeit innerhalb der Bandscheibe tritt aus und drückt auf die Spinalnerven. Hauptgründe für einen Bandscheibenprolabs im Lendenwirbelbereich sind

Wenn der Fasserring geschwächt ist oder bricht drückt die sich in der Bandscheibe befindliche gallertartige Flüssigkeit auf einen Spinalnerv, der dann starke einschießende Schmerzen auslöst.

Ausgetretene gallertartige Flüssigkeit der Bandscheibe, die auf einen Spinalnerv drückt

Leitsymptome

Die Hauptsymptome werden wie folgt beschrieben:

  • plötzlicher, stark einschießender oder stechender Schmerz (Hexenschuss - akute Lumbalgie)
  • dauerhafter Kreuzschmerz
  • ausstrahlender Schmerz in ein Bein oder einen Arm
  • Lähmungen
  • abgeschwächte Reflexe
  • Taubheitsgefühle


Begleitsymptome

Aufgrund der teilweise sehr starken Schmerzen die auftreten können sind folgende Symptome noch möglich:

  • Muskelverspannungen bzw. -verhärtungen im unteren Rücken
  • Schweißausbrüche
  • Blasenschwäche und/oder Mastdarmstörung
  • Übelkeit / Erbrechen
  • Fieber
  • Atemnot
  • Verwirrtheit

Spinalkanalstenose - Wirbelkanalverengung

Die Spinalkanalstenose beschreibt eine Verengung des Wirbelkanals durch welchen das Rückenmark verläuft. Dies tritt meist bei älteren Menschen, ab 60 Jahren auf es handelt sich dabei um einen altersbedingten Verschleiß der Wirbelsäule. Jedoch gibt es auch angeborene Ursachen, die zu einer Verengung führen können.

Leitsymptome
Bei einer Spinalkanalstenose oder auch Wirbelkanalverengung wird speziell bei der Bildung eines Hohlkreuzes starker Druck auf das Rückenmark ausgeübt, was zu starken Schmerzen führt.

Durch eine Verengung des Wirbelkanals wird Druck auf das Rückenmark ausgeübt

Die Leitsymptome sehen folgendermaßen aus:

  • sich über die Jahre verschlimmernder Kreuzschmerz
  • Ausstrahlende Schmerzen in einen Oberschenkel, später in das gesamte Bein
  • Taubheitsgefühle in den Beinen
  • Schwere und müde Beine
  • speziell die Bewegung in ein Hohlkreuz hinein löst Schmerzen aus die bis in die Beine ausstrahlen können
  • im schlimmsten Fall treten Lähmungserscheinungen auf 
Begleitsymptome

Folgende Begleitsymptome können ebenfalls auftreten:

  • Muskelverspannungen im unteren Rücken durch auftretende Schmerzen
  • Blasenschwäche und/oder Mastdarmstörung

Wichtig!

Muskelverspannungen sollten früh behandelt werden um einer Schmerzchronifizierung vorzubeugen. Diese sind leicht durch

Triggerpunktmassagen,

Wärmetherapie,

Bewegung und

Entspannungsübungen mit einer Akupressurmatte und progressiver Muskelentspannung 

in den Griff zu bekommen.

Speziell der Bandscheibenvorfall macht sich nicht erst durch Hexenschuss bemerkbar, häufig kündigt er sich, wie auch die Wirbelkanalverengung, durch länger andauernde Kreuzschmerzen an.


4. Schmerzen Brustwirbelsäule Symptome - BWS-Syndrom

Beschwerden in der Brustwirbelsäule sind eher selten und werden von Betroffenen als drückend oder dumpf beschrieben. Auch hier machen muskuläre Verspannungen den größten Anteil aus und werden durch Fehlhaltungen, wie ein Rundrücken am Schreibtisch oder falsches Heben, hervorgerufen. Jedoch können auch ernsthafte Erkrankungen ein BWS-Syndrom auslösen:


Die drei häufigsten Ursachen - BWS

Hyperkyphose - Rundrücken

Die Krümmung im Bereich der Brustwirbelsäule wird Kyphose genannt und ist völlig normal. Eine krankhafte Veränderung dieser Krümmung nennt man Hyperkyphose. In seltenen Fällen ist diese angeboren, in seltenen Fällen wird sie durch das Scheuermann-Syndrom, Morbus Bechterew oder Osteoporose erzeugt. Meist entsteht sie durch eine gekrümmte Haltung beim Gehen, Stehen und vor allem beim Sitzen.

Vor allem eine dauerhafte Fehlhaltung ist der Hauptgrund für eine Hyperkyphose.

Eine gebückte Haltung kann zu einem Rundrücken führen

Leitsymptome

Je nach Ausprägung treten unterschiedliche Symptome auf, in erster Linie ist es

  • eine Wölbung des Rückens,
  • Schmerzen im Rücken, Nacken und Schultern sowie Kopfschmerzen durch Muskelverspannungen
  • Beeinträchtigte Atmung durch verringertes Lungenvolumen

Begleitsymptome

Darüber hinaus können noch folgende Symptome auftreten 

  • beeinträchtigte Funktion der inneren Organe
  • Atemschwierigkeiten
  • Unregelmäßigkeiten des Herz-Kreislauf-Systems
  • Neurologische Beeinträchtigungen wie Lähmungen oder Taubheit in den Beinen

Osteoporose

Osteoporose ist eine meist altersbedingte Erkrankung die die Knochendichte verringert und den Knochen instabiler macht. Dadurch kann er bereits bei alltäglichen Belastungen brechen.

Osteoporose verringert die Stabilität der Wirbel wodurch sie leicht brechen können

Osteoporose ist eine krankhafte Verminderung des Knochengewebes sprich der Knochendichte. Dies hat zur Folge, dass Wirbelkörper an Stabilität verlieren und durch bereits alltägliche Belastungen brechen können. Häufigste Ursachen sind

  • Mangelernährung vor allem Kalzium,
  • Rauchen,
  • Übergewicht und
  • mangelnde Bewegung.

Besonders Frauen sind davon betroffen. Mit 70 Jahren leidet fast jede zweite Frau an Osteoporose.

Leitsymptome

Ein Wirbelbruch äußert sich vor allem durch Symptome wie

  • starker einschießender Rückenschmerz im Bereich der Brustwirbelsäule
  • Schwächegefühl im Rücken
  • starker Druckschmerz an der Stelle des Bruches
  • Einnehmen einer Schonhaltung was wiederum zu Muskelverspannungen führt
Begleitsymptome

Bei einem fortgeschrittenen Stadium:

  • Höhenminderung der Wirbelsäule, dies führt zu
    • Druck auf die inneren Organe
    • Beeinträchtigte Atmung durch verringertes Lungenvolumen
  • Einnahme einer vorn übergebeugten Haltung
  • Neurologische Beeinträchtigungen wie Lähmungen oder Taubheit

Durch gegenseitig verschobene Wirbel entsteht eine Blockade, die sich mit plötzlich einschießenden stechenden Schmerzen äußert.

Eine Wirbelblockade im Bereich der Brustwirbelsäule

Wirbelblockade

Eine Wirbelblockade entsteht durch einen oder mehrere verschobene Wirbel, die sich gegenseitig blockieren oder in sich "verhakte" Facettengelenke. Dies tritt nicht nur in der Brustwirbelsäule auf sondern ebenso in der Hals- wie auch Lendenwirbelsäule.

Allerdings ist sie im Bereich der Brustwirbel eine häufige Ursache für Schmerzen. Entstehen kann dies durch eine schwache Rückenmuskulatur, falsches Heben oder Fehlhaltungen.

Eine Wirbelblockade macht sich meist durch einen intensiven stechenden Schmerz und einer blockierenden Muskulatur bemerkbar. Die Blockade kann durch Massagen und einen Chiropraktiker gut behoben werden.

Leitsymptome

Tritt eine Wirbelblockade im Bereich der Brustwirbelsäule auf sind Symptome wie

  • Stechender Schmerz am blockierten Wirbel,
  • starke Bewegungseinschränkung,
  • Schonhaltung,
  • Schmerzen beim Atmen

die Folge.

Begleitsymptome

Mitunter treten durch die starken Schmerzen

  • Muskelverhärtungen,
  • Schweißausbrüche,
  • Verdauungsprobleme,
  • Übelkeit / Erbrechen,
  • Fieber,
  • Schwindel

als Begleitsymptome auf.

Wichtig!

Beschwerden im Bereich der Brustwirbelsäule sind deutlich seltener, eine Hyperkyphose können durch Hilfsmittel wie eine Lordosenstütze und Bewegung leicht vermieden werden.

Der Verlauf einer Osteoporose wird durch die Einnahme von Kalzium abgeschwächt und eine Wirbelblockade ist durch eine Behandlung durch einen Chiropraktiker und Massagen in den Griff zu bekommen.


5. Nackenschmerzen Symptome -
HWS-Syndrom

Nackenschmerzen, Schulterschmerzen sowie Schmerzen in den Armen entstehen im Bereich der Halswirbelsäule und werden als HWS-Syndrom (Zervikalsyndrom) bezeichnet. 99% dieser Fälle rühren von Verspannungen der Muskulatur her. Nur selten kommen folgende Ursachen in Frage:


Die drei häufigsten Ursachen - HWS

Muskelverspannungen

Noch häufiger als am restlichen Teil des Rückens sind muskuläre Verspannungen die Hauptursache für Nackenschmerzen. Diese treten hauptsächlich in der Hals- und Nackenmuskulatur (großer Kopfwender, Kapuzensmukel, Riemenmuskel), sowie zwischen den Schulterblättern (kleiner und großer Rautenmuskel) auf.

Leitsymptome
Fehlhaltungen sind der größte Auslöser für Verspannungen in der Nackenmuskulatur und somit für Nackenschmerzen.

Muskelverspannungen machen 99% der diagnostizierten Nackenschmerzen aus

Die Leitsymptome sehen folgendermaßen aus:

  • Steifer Nacken/Steifer Hals
  • Schonhaltung
  • Schulterschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Ausstrahlende Schmerzen in den Oberkörper und den Armen
Begleitsymptome

Weniger offensichtlich sind Symptome wie

  • Überkeit,
  • Schwindel
  • Ohrenschmerzen
  • Ohnmacht
  • Tinnitus - Ohrengeräusche
  • Augenflimmern / Sehstörungen

Schleudertrauma

Ein Schleudertrauma, oder auch HWS-Distorsion genannt, wird meist durch einen Autounfall, typischerweise bei einem Heckaufprall, verursacht und tritt innerhalb von 72 Stunden auf. Dabei wird durch die ruckartige Bewegung des Kopfes, Muskeln und Bänder im Bereich des Halses stark überstreckt bzw. gestaucht. Dies führt zu Zerrungen, Überdehnung und Stauchungen.

Zerrungen der Muskulatur, Sehen und Bänder sind maßgebliche Ursachen für ein Schleudertrauma

Der Heckaufprall verursacht eine Streckung und Stauchung der Bänder und der Muskulatur und somit ein Schleudertrauma

Leitsymptome

Je nach Grad des Schleudertraumas (Quebec-Klassifikation) treten Symptome auf wie

  • Nackenschmerzen und ein steifer Hals,
  • Muskelverspannungen, Muskelkrämpfe,
  • Kopfschmerzen,
  • Schmerzen im Gesicht und den Armen,
  • Bewegungseinschränkungen, Schonhaltung.
Begleitsymptome

Ebenso ist mit folgenden Begleitsymptomen zu rechnen

  • Aufmerksamkeitsstörungen,
  • Schwächeanfälle und Erschöpfungszustände,
  • Schlafstörungen,
  • Benommenheit, Desorientierung,
  • Hör- und Sehstörungen,
  • Übelkeit und Erbrechen.

Facettensyndrom

Die Facettengelenke verbinden zwei benachbarte Wirbel miteinander und ermöglichen eine Beugung und Streckung der Wirbelsäule. Das Facettensyndrom entsteht im Alter oder durch Überbeanspruchung der Wirbelsäule. Ähnlich wie bei einer athritischen Erkrankung verschleißen die Gelenkoberflächen wodurch es zu einer Reizung der Facettennerven kommt und somit der Schmerz entsteht.

Im Bereich der Halswirbelsäule wird ein Facettengelenksyndrom oftmals durch ein Schleudertrauma ausgelöst.

Leitsymptome

Das Leitsymptome bei einem Facettensyndrom im Bereich der HWS sind

Die Facettengelenke bilden durch die obere und untere Gelenkhälfte ein echtes Gelenk welches eine Krümmung und Beugung der Wirbelsäule erlaubt.

Darstellung der Facettengelenke am Wirbelbogen

  • Schmerzen im Hals- und Nackenbereich,
  • Kopfschmerzen,
  • ausstrahlende Schmerzen in die Arme und den Oberkörper,
  • zunehmende Schmerzen im Laufe des Tages durch Belastung,
  • Verstärkung der Schmerzen durch Bewegung des Kopfes,
  • Schonhaltung.
Begleitsymptome

Darüber hinaus können durch den Schmerz folgende Begleitsymptome auftreten:

  • Übelkeit,
  • Schwindel,
  • Ohrenschmerzen,
  • Ohnmacht,
  • Tinnitus - Ohrgeräusche,
  • Augenflimmern / Sehstörungen.

Wichtig!

Treten Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule auf, ca. 10% - 15% der behandlungsbedürftigen Erkrankungen, spielen muskuläre Probleme mit 99% Anteil die größte Rolle. 

Diese sind leicht durch

Triggerpunktmassagen,

Wärmetherapie,

Rückenübungen und

Entspannungsübungen mit einer Akupressurmatte und progressiver Muskelentspannung 

in den Griff zu bekommen.

Dies trifft beim Schleudertrauma ebenso zu, das Facettensyndrom deutet sich über einen längeren Zeitraum an und kann durch spezielle Übungen gelindert werden.


6. Zusammenfassung

Die Symptome von Rücken- bzw. Nackenschmerzen sind sehr vielfältig genauso wie dessen Ursachen. Leider ist auch die heutige moderne Medizin nur in 10% - 15% der Fälle in der Lage diesen Beschwerden spezifische Ursachen zuzuordnen. Somit besteht der Hauptfokus darin die Symptome durch sogenannte standardisierte Leitlinien in den Griff zu bekommen um eine Chronifizierung der Schmerzen zu vermeiden.

Die psychosomatischen Einflüsse auf Rückenschmerzen sind meist unterschätzt und werden selten damit in Verbindung gebracht. Besonders die Faktoren Stress oder Depressionen können langfristig gesehen zu chronischen Rückenleiden führen.

Psychosomatische Erkrankungen haben einen großen Einfluss auf die Chronifizierung von Rückenschmerzen

Erst wenn diese Maßnahmen nicht greifen werden weitere Untersuchungen eingeleitet. Ausgenommen hiervon sind Fälle die offensichtlich eine sofortige intensive medizinische Behandlung benötigen. Bei der Behandlung der Symptome rückt auch immer mehr die psychologische Komponente in den Vordergrund, denn diese bietet mittlerweile einen zentralen Ansatzpunkt für eine Therapierung von Rückenschmerzen.

Faktoren wie

fließen mit in die Behandlungsstrategien ein.


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Literaturquellen:
Prof. Dr. med. H.-R. Casser, Prof. Dr. phil. M. Hasenbring, Prof. Dr. med A. Becker, Prof. Dr. med. R.  Baron, Rückenschmerzen und Nackenschmerzen, Springer 2016, S. 28. - S. 35; S. 73 - S. 88; S. 107 - S. 120; S 567 - S. 574

Internetquellen:
https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsT/rueckenschmerzen.pdf?__blob=publicationFile
https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsGiD/2015/03_gesundheit_in_deutschland.pdf?__blob=publicationFile
https://www.leitlinien.de/mdb/downloads/nvl/kreuzschmerz/kreuzschmerz-2aufl-vers1-lang.pdf​​​
https://www.apotheken-umschau.de/Rueckenschmerzen
https://de.wikipedia.org/wiki/Leitsymptom
https://de.wikipedia.org/wiki/Hyperalgesie
https://de.wikipedia.org/wiki/Allodynie
https://de.wikipedia.org/wiki/Numerische_Rating-Skala
https://de.wikipedia.org/wiki/Schmerz
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16777886​​​
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https://de.wikipedia.org/wiki/Spondylolisthesis​​​
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https://de.wikipedia.org/wiki/Kyphose​​​
https://www.aerzteblatt.de/archiv/61058/Rueckenschmerzen-Der-groesste-Teil-ist-myofaszial-bedingt​​​
https://www.apotheken-umschau.de/Osteoporose#Symptome-und-Folgen-der-Osteoporose
https://www.apotheken-umschau.de/gelenke/nackenschmerzen-steifer-hals​​​
https://de.wikipedia.org/wiki/Schleudertrauma​​​
https://de.wikipedia.org/wiki/Facettensyndrom​​​


Studien:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22880632
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10468634
​https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/016622369190024O​​​