Praktische Tipps: Die 7×7-Methode von BACKLAxx

  Lesedauer: 12 min

by Roland Späht | 28.06.2020

Bewertung:


Tipps gegen Rückenschmerzen: Die 7x7-Methode

Ohje, es ist passiert. Wie so vielen ist es Dir in den Rücken gefahren und Du kannst Dich vor Schmerz kaum bewegen. Aber mach Dir erstmal keine Sorgen. In 85% - 90% der Fälle sind akute Rückenschmerzen nicht auf die Bandscheiben, einem blockierten Wirbel, einem Wirbelbruch oder  andere schwere Erkrankungen zurück zu führen. 

1. Zuerst lesen!

Was erfährst du in diesem Artikel?

Die 7x7-Methode gibt Dir die wichtigsten Tipps an die Hand, um akute Rückenschmerzen schnell zu lindern. Zusätzlich erfährst Du wie Du solch eine unangenehme Situation künftig vermeiden kannst.

Wie ist dieser Artikel zu lesen?

Du hast akute Rückenschmerzen und brauchst schnelle Hilfe?

  • Lies Dir den Abschnitt „7 Tipps gegen Rückenschmerzen“ durch.

Du möchtest wissen wie Du künftig Rückenschmerzen vermeiden kannst?

  • Lies Dir den Abschnitt „7 Tipps zur Vorbeugung“ durch.

Du bist bei der 7x7-Methode nicht fündig geworden?

  • Lies Dir den Abschnitt „Weitere Tipps“ durch.

2. Hauptursachen für akute Rückenschmerzen

Um auf den Ursprung von akuten Rückenschmerzen zurück zu kommen, muss man in erster Linie Stress nennen. Damit ist nicht gemeint, wenn man mal ne Stunde im Stau steht oder zum Zug hetzen muss. Es ist der Dauerstress, der Probleme bereitet. Vor allem in einer Leistungsgesellschaft wie in unserer, ist das nicht selten.

Aber was hat nun Stress mit Rückenschmerzen zu tun?

Dafür muss man weit in die Vergangenheit schauen.... Und ich meine nicht 50 Jahre sondern eher 100.000. Da hatten die Menschen auch schon Stress, nur anders. Stressig wurde es nur, wenn sie z.B. vor einem Sebelzahntiger fliehen oder ihre Höhle gegen Eindringlinge verteidigen mussten.

In Flucht- oder Kampfsituationen schüttet das Gehirn spezielle Hormone aus. Dazu gehören:

  • CRH (Corticotropin-Releasing-Hormon),
  • ACTH (Adrenocorticotropin),
  • Cortisol,
  • Cortison,
  • Adrenalin und
  • Noradrenalin.

Dieser Hormoncocktail versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Die Muskeln spannen sich an, man ist hellwach, die Sinne sind geschärft. Es geht ums Überleben. Glücklicherweise kommt es in den heutigen Zeiten bei uns nur selten zu solchen Situationen wie das Kämpfen mit wilden Tieren.

Wie gesagt, jeder hat mal eine stressige Lage oder einen stressigen Tag. Das ist auch nicht weiter schlimm. Zum Problem wird es erst, wenn es jeden Tag so ist und das über Wochen hinweg. Die Muskulatur befindet sich in einem Dauerzustand der Anspannung und das täglich über mehrere Stunden. Medizinisch nennt man das auch "erhöhter Muskeltonus".

Der Körper schaltet auf einen anaeroben Stoffwechsel um, d.h. es wird kein Sauerstoff mehr in den Muskeln benötigt. Dabei wird Zucker in Milchsäure umgewandelt. Als Abfallprodukt entsteht Laktat (Salz der Milchsäure). Durch den Dauerzustand der Anspannung kann der Körper dieses Laktat nicht in dem Maße abbauen wie es produziert wird, die Muskeln übersäuern.

Nun kommen wir aber zum Zusammenhang zwischen Stress und Rückenschmerzen. Hast Du schon mal Essigsäure oder Abflussreiniger auf die Haut bekommen? Oder hattest Du schon mal Sodbrennen? Wenn der Körper oder Körperteile mit Säure in Berührung kommen, dann senden die Nerven Schmerzsignale ans Gehirn, um zu sagen: Du pass mal auf, da stimmt was nicht!

Genau das Gleiche passiert in der Muskulatur. Das, durch das Laktat erzeugte, saure Milieu in der Gewebeflüssigkeit verursacht Schmerzen. Oftmals treten diese zuerst im unteren Rücken auf, weil die Muskeln dort eh schon stark beansprucht sind.

Stress, Überlastung, Erschöpfung, Depressionen haben einen starken Einfluss auf das Schmerzempfinden.

Psychische Faktoren spielen bei der Entstehung von chronischen Rückenschmerzen eine sehr bedeutenden Rolle.

Stress hat auch nachweislich einen Einfluss auf die Faszien. In Laboren wurde bereits in Experimenten anhand durch echtes fasziales Gewebe veranschaulicht, wie sich diese, wenn sie mit oben genannten Hormonen versorgt werden, zusammen ziehen. Dies führt auf Dauer zu einer Verhärtung der muskelumhüllenden Faszien, was zu einer schlechteren Blut- und somit Sauerstoffversorgung führt. Das Ergebnis ist ähnlich wie bereits oben beschrieben, die Muskeln übersäuern.

Aber auch ohne Stress kann es zu einer überlasteten Muskulatur führen. Unser Körper weißt einen bestimmten Trainingszustand auf. Dabei beziehe ich mich jetzt nicht nur auf die Ausdauer jedes Einzelnen.

Es geht vielmehr um Deine Muskulatur. Leistungssportler zum Beispiel haben sehr gut trainierte Muskeln. Um diese zu überlasten Bedarf es schon einen sehr anstrengenden Wettkampf oder Ähnliches.

Der Normalo, so wie ich es Einer bin, kommt deutlich schneller an seine Leistungsgrenze. Das ist auch nicht weiter schlimm. Zum Problem wird es dann, wenn es dauerhaft passiert z.B. durch körperliche Arbeit oder die heimischen Pflege.

Der Belastungszustand überschreitet den Trainingszustand. Die Muskeln sind überlastet... übersäuern und schmerzen... und das sehr häufig im Rücken, besonders im unteren Lendenwirbelbereich.

Wie kommt es aber nun zu diesen plötzlichen, extrem heftigen, blitzartig einschießenden Rückenschmerzen?

Es könnte ein Bandscheibenvorfall, ein eingeklemmter Nerv oder ein blockierender Wirbel sein. Oftmals ist es etwas anderes. Die Meisten kennen das Szenario:

Man hat einen anstrengenden Tag hinter sich und das Tagwerk ist fast beendet. Man ist nicht mehr ganz so konzentriert und macht eine falsche, ruckartige, unnatürliche Bewegung. Genau das ist es, was das berühmte Fass zum Überlaufen bringt.

Die Muskulatur ist eigentlich schon am Rande der Belastbarkeit dies führt zu einer, sich schlagartig verhärtenden Muskulatur. Dies ist sehr schmerzhaft und lässt einen nur noch in gebückter Haltung laufen. Der Hexenschuss ist dafür ein Beispiel.

Was tun gegen plötzliche Rückenschmerzen?

In erster Linie ist es wichtig zu wissen, dass trotz der starken Schmerzen, es sich meistens um keine ernsthaften Schaden z.B. an der Wirbelsäule oder den Bandscheiben handelt.

Dies ist eine nicht zu unterschätzende Erkenntnis! Warum? Die Psyche spielt bei der Gesundung eine wichtige Rolle. Ein Hang zur Somatisierung steht dem Heilungsprozess im Weg und ist an dieser Stelle nicht heilungsfördernd.

Eine Lumboischialgie wird meist durch einen Bandscheibenvorfall zwischen dem vierten und fünften Lendenwirbel ausgelöst und bereitet neben den Schmerzen in der Lendenwirbelsäule auch ausstrahlenden Schmerzen in die Beine.

Akute Rückenschmerzen kommen oftmals  aus heiterem Himmel

Für eine schnelle Hilfe listet Dir unsere 7x7-Methode, weiter unten, wichtige Tipps und Tricks auf, die Du sofort umsetzen kannst. Grundsätzlich ist es schwierig zu sagen, wie lange es dauert bis die Rückenschmerzen weg sind, da dies von vielen Faktoren abhängt.

Jedoch lässt sich sagen, dass die Symptome nach ca. 3 Tagen mit der Anwendung unserer Tipps und Tricks besser werden sollten. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen und ihm die Situation zu schildern, wie es zu den akuten Rückenschmerzen kam und was Du bereits unternommen hast. So kann der Arzt einschätzen, ob weitere Untersuchungen notwendig sind.

An dieser Stelle ist es auch nicht ratsam, sich über einen längeren Zeitraum mit permanenten Rückenschmerzen zu quälen. Es besteht die Gefahr, dass es zu einer Chronifizierung kommt, dies gilt es zwingend zu vermeiden, wenn man verhindern will, ein Schmerzpatient zu werden.

Warnsignale bei Rückenschmerzen

Es gibt jedoch Symptome, die auf ernstere Verletzungen hinweisen. Durch einen Bandscheibenvorfall, Gleitwirbel- oder Wirbelbruch kann es zu einer Wirbelkanalverengung kommen. Im schlimmsten Fall wird dabei das Rückenmark oder die Spinalnerven gequetscht.

Exemplarisch kann man hier das Cauda-equina-Syndrom nennen. Wenn Symptome auftreten wie

  • Lähmungserscheinungen in Armen oder Beinen,
  • Reflexabschwächung,
  • Schwere und müde Beine,
  • Gangstörungen – man ist wackelig auf den Beinen,
  • Blasenschwäche und/oder Mastdarmstörungen (Wasser und/oder der Stuhl kann nicht mehr gehalten werden)

sollte schnellstmöglich ein Arzt oder das Krankenhaus aufgesucht werden, um bleibende Schäden wie z.B. eine Querschnittslähmung zu verhindern. Hier zählt jede Stunde!


3. Die 7x7-Methode - schnelle Hilfe gegen starke Rückenschmerzen

Die 7x7-Methode von BACKLAxx beinhaltet auf der einen Seite Tipps und Tricks, um möglichst schnell seine akuten Rückenschmerzen zu lindern, um wieder am normalen Leben teilnehmen zu können. Auf der anderen Seite gibt sie Empfehlungen, um dem künftig vorzubeugen. Schließlich besteht die Gefahr, wenn man nichts verändert, dass es zu einem Rückfall kommt.

7 Tipps gegen Rückenschmerzen

Die folgenden 7 Tipps sind universell, egal ob Du Schmerzen im

  • Hals und Nacken,
  • im mittleren Rücken (Brustwirbelbereich) oder
  • im unteren Rücken (Lendenwirbelbereich)

hast.

Was hilft am besten gegen akute Rückenschmerzen?

An dieser Stelle nun unsere 7 Tipps und Tricks gegen akute Rückenschmerzen, die Du schnell und einfach selbst anwenden kannst.

1. In Bewegung bleiben

Bewegung ja, aber moderat! Vor einiger Zeit gab es die Empfehlung Bettruhe zu halten. Heut sieht das ganz anders aus. Viele Experten empfehlen in Bewegung zu bleiben, so schwer es auch fällt. Dies fördert die Durchblutung und lockert die Muskulatur.

Mache einen Spaziergang so lange Du das Gefühl hast, dich nicht zu überfordern. Von vielen wird das als angenehm empfunden. Gönne Dir aber im Gegenzug auch die nötige Ruhe, die Du brauchst. Ergänzend kannst Du noch Magnesium nehmen. Das Mineral gilt als Muskelentspanner und sollte in ausreichender Menge (350mg/Tag) zu sich genommen werden.

2. Wärmeanwendungen

Das gute alte Hausmittel, welches schon im alten Rom bekannt war. Ob nun eine heiße Dusche, ein heißes Bad, ein Körnerkissen oder die gute alte Wärmflasche. Die positiven Effekte der Wärme

  • durchblutungsfördernd,
  • muskelentspannend und
  • schmerzlindernd

sind wesentlich, um akute Rückenschmerzen in den Griff zu bekommen. Achte aber bitte darauf, dass Du Dir keine Verbrennungen oder Verbrühungen zuführst. Hilfreich sind auch Wärmepflaster, die unter der Kleidung getragen werden können, um auch unterwegs von der heilenden Wärme profitieren zu können.

Wichtig: Bei entzündlichen Prozessen ist von einer Wärmeanwendung abzuraten.

3. Haltung bewahren

Durch die Stufenlagerung wird die Lendenwirbelsäule entlastet. Z. B. bei einem Bandscheibenvorfall wird der Druck auf die Bandscheiben verringert und das austreten des Kerns reduziert und somit der Druck auf Nervenareale vermindert. Das Ergebnis ist eine sofortige Schmerzlinderung.

Die Stufenlagerung mit einem Gymnastikball

Häufig verfällt man, um Schmerzen zu vermeiden, in eine Schonhaltung. Dies gilt es, auch wenn es schwer fällt, möglichst zu vermeiden. Die Problematik dabei ist, dass andere Muskelgruppen durch die Schonhaltung übermäßig beansprucht werden. Auf Dauer kann es wiederum zu Verhärtungen kommen.

Gerade bei schmerzhaften Muskelverspannungen im Lendenwirbelbereich hilft die Stufenlagerung. Sie kann entlastend wirken. Lege hierfür die Unterschnekel auf einen Gegenstand wie z.B. ein Sofa, Stuhl oder auch Sitzball. Wenn Du jetzt noch ein Wärmekissen unter deine Lendenwirbelsäule legst, hat das den doppelten Effekt.

4. Massagen

Massagen sind ein sehr gutes Mittel gegen Verspannungen. Der Druck und das Kneten der verspannten Muskelpartien lässt diese wieder „aufweichen“ und der Rückenschmerz wird effektiv bekämpft. Hinzu kommt der geistig entspannende Aspekt, der zusätzlich Stress abbaut und den Muskeltonus senkt.

Neben dem Gang zum Masseur stehen einige Hilfsmittel für eine Eigenmassage zur Verfügung. Neben Massagebällen und Faszienrollen sind auch diverse elektrische Massagegeräte auf dem Markt verfügbar. Sind allerdings tief sitzende Verhärtungen vorhanden, ist der Gang zum Physiotherapeuten, der medizinische Massagen anwendet, zu empfehlen.

5. Aromatherapie

Die Aromatherapie ist die Behandlung von Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen durch ätherische Öle. Diese Öle sind sind nicht nur eine Wohltat für unsere Nase, sondern enthalten Wirkstoffe mit denen man viele Zipperlein, unter anderem auch Rückenschmerzen, erfolgreich behandeln kann. Diese Wirksamkeit ist allein schon dadurch belegt, dass sie laut dem deutschen und europäischen Arzneimittelbuch in über 2000 Arzneien enthalten sind.

Bei Verspannungen sind besonders Lavendel, Rosmarin und Eukalyptus zu empfehlen. Die Anwendung kann dann nach Belieben erfolgen. Ein paar Tropfen davon ins heiße Vollbad, als heiße Kompresse oder zum einreiben können Wunder wirken.

6. Schmerzmittel

Gerade bei akuten Rückenschmerzen kann es hilfreich sein Schmerzmittel zu nehmen, um sich wieder ohne Beschwerden bewegen zu können. Dabei kommen besonders sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika zum Einsatz. Sie bekämpfen die vorhandene Entzündung und sind gegen Schmerzen wirksam. Hierzu gehören unter anderem Ibuprofen und Diclofenac.

Alternativ können akute Schmerzen auch mit Gitterpflastern behandelt werden. Dabei werden Pflaster auf die schmerzenden Stellen geklebt und verbleiben dort für einige Tage.

7. Arzt aufsuchen

In den meisten Fällen lassen sich Rückenschmerzen mit den oben genannten Tipps gut in den Griff bekommen. In manchen Fällen ist aber eine Arztbesuch notwendig. Besonders sollte man sich beeilen, wenn Lähmungserscheinung und Taubheit in den Armen oder/und Beinen auftreten oder Anzeichen von Inkontinenz vorhanden sind.

Ebenfalls ist ein Arztbesuch ratsam, wenn trotz Behandlung, nach ca. 3 Tagen keine Besserung der Schmerzen eintritt, sich der Allgemeinzustand verschlechtert oder Fieber auftritt.


7 Tipps zur Vorbeugung

Die eine Seite ist die Behandlung von akuten Rückenschmerzen. Die Andere ist es, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Deshalb möchte ich Dir 7 Tipps mit auf den Weg geben, wie Du ohne Rückenschmerzen durchs Leben kommst.

1. Stress reduzieren

Stress ist bekannter Weise eine der Hauptursachen für viele Krankheitsbilder. Wie weiter oben beschrieben, führt Stress zu einem erhöhten Anspannungsgrad der Muskulatur, die irgendwann unweigerlich zu Verspannungen und Schmerzen führt, wenn man keinen Ausgleich findet.

Hier bieten die progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder das autogene Training eine sehr einfach zu erlernende Methode, um schnell Zustände der Tiefenentspannung zu erreichen. Auch die Aromatherapie in Form von Düften wie Bergamotte, Muskatellersalbei und Sandelholz laden zum Entspannen ein.

2. Rückentraining

Bewegung ist die beste Muskelentspannung und wenn dabei noch gezielt der Rücken trainiert wird, umso besser. Das Training der Rückenmuskulatur fördert den Trainingszustand und zögert eine Überlastung hinaus. Hierzu gibt es viele Videos im Internet, die einem zeigen wie man auch ohne Fitnessstudio mit nur wenigen Minuten am Tag seine Rückenmuskulatur kräftigen kann.

3. Aktives, richtiges Sitzen und dehnen

Die richtige Sitzhaltung beansprucht die Muskulatur nicht und eine Überbeanspruchung wird verhindert.

Die ideale Sitzhaltung dargestellt

Richtiges Sitzen bedeutet nicht nur, gerade und in steifer Haltung vor dem PC zu sitzen. Stattdessen sollte der Fokus auf dem dynamischen Sitzen liegen. Dem kann man durch regelmäßige Positionswechsel entgegen wirken.

Je nach Tätigkeit empfiehlt sich eine andere Arbeitsposition. Der ständige Wechsel und die Bewegung sind am Besten mit einem Wechsel der Aufgabe zu verbinden. Auf diese Weise werden verschiedene Muskeln angeregt und andere Partien entlastet. Hierfür sind ergonomische Stehtische hilfreich, die einem auch das Arbeiten im Stehen ermöglichen.

Zudem ist es sinnvoll, jede Stunde kurz Dehnübungen durchzuführen. Dabei im Stehen die Arme ganz weit nach oben strecken und anschließend versuchen die Zehenspitzen zu berühren.


4. Richtiges Heben und Tragen

Die goldene Regel um schwere Lasten anzuheben, die wahrscheinlich jeder kennt: Immer aus der Hocke heraus und mit geradem Rücken! Dabei sollte das Gewicht sich nahe am Körper befinden, um eine möglichst geringe Hebelwirkung auf die Wirbelsäule und Bandscheiben zu haben.

Neben dem richtigen Anheben sollten schwere Gegenstände des täglichen Gebrauchs so gelagert werden, dass ein Bücken nicht erforderlich ist. Außerdem können Maßnahmen ergriffen werden, wie man Heben und Tragen generell vermeiden kann.

5. Viel Trinken

Nachts, wenn wir schlafen regeneriert der Körper. Dazu gehören auch die Bandscheiben. Während des Tages, wenn wir sitzen, gehen oder Sport treiben, herrscht immer ein Druck auf den Bandscheiben und Flüssigkeit tritt aus. Diese Flüssigkeit ist der Puffer, der benötigt wird, damit die Bandscheiben einwandfrei ihren Dienst tun können.

Wenn wir liegen, werden die Bandscheiben entlastet und sie saugen sich wieder voll, um am nächsten Tag den Belastungen standhalten zu können. Ist die Flüssigkeitszufuhr tagsüber zu gering, besteht die Gefahr, dass die Bandscheiben porös werden.

6. Richtige Ernährung

Unsere Muskeln bestehen größtenteils aus Eiweiß. Um sich zu regenerieren, benötigen Sie Proteine aus der täglich zugeführten Nahrung. Mineralien wie Kalzium, Magnesium und die Vitamine D, A, C sind wichtige Bestandteile, um die Knochen stabil zu halten und die Muskulatur zu regenerieren.

Zudem sollte durch die richtige Ernährung Übergewicht vermieden werden. Mit jedem Kilo, was wir zu viel auf den Rippen haben wird der Bewegungsapparat stärker beansprucht. Außerdem sollte möglichst auf Alkohol, ein Zellgift, verzichtet werden.

7. Schlaf

Wir verbringen ca. 1/3 unseres Lebens schlafend. Kaum eine andere „Tätigkeit“ nimmt so viel Lebenszeit in Anspruch. Allein diese Tatsache zeigt die Wichtigkeit eines passenden Kissen und Matratze auf, die den Körper im Schlaf ausreichend stützen und ihn eine natürlichen Haltung einnehmen lassen.

Die Muskulatur muss dadurch im Schlaf nicht gegen eine Fehlhaltung ankämpfen. So vermeidest Du Rückenschmerzen während des Schlafes oder am Morgen bereits beim Aufstehen. Außerdem ist es hilfreich, direkt beim Aufstehen sich kurz zu recken und zu strecken. Das verhindert ebenfalls Verspannungen.


4. Weitere Tipps

Neben der 7x7-Methode möchte ich Dir hier ein paar Beispiele aufzeigen, wie du mit akuten Rückenschmerzen sonst noch umgehen kannst.

Was tun gegen Rückenschmerzen während der Periode?

Viele Frauen berichten, dass ihnen die Wärmetherapie nicht nur bei den Rückenschmerzen, sondern auch bei der Entspannung vom Alltag und während der Periode hilft. Ob ein heißes Bad, eine heiße Dusche oder die Verwendung von Wärmepflastern oder Heizkissen ist von nur den persönlichen Vorlieben abhängig.

Die Periode löst bei vielen Frauen Schmerzen im Unterleib aus, die in viele Bereich des Körpers ausstrahlen können.

Regelbeschwerden können unter anderem auch Rückenschmerzen sein

Auch ätherische Öle helfen bei Regelschmerzen dazu gehören

Ein paar Tropfen davon in ein heißes Vollbad oder als heißen Umschlag helfen.


Was tun gegen Rückenschmerzen während der Schwangerschaft?

Auch hier ist Bewegung wichtig, regelmäßige Schwangerschaftsgymnastik im Wasser oder an Land stärkt die Muskulatur und hält sie entspannt. Im Alltag solltest Du auf eine gesunde Körperhaltung achten, um die Muskeln nicht zu überlasten.

Akupunktur ist ebenfalls ein probates Mittel. Dies sollte aber nur durch einen erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden. Es gibt gewisse Akupunkturpunkte, die wehenfördernd sind. Andere wiederum reduzieren Beckenboden- und Rückenschmerzen.

Um den Bauch in einer fortgeschrittenen Schwangerschaft zu stützen, sind sogenannte Schwangerschaftsgürtel sinnvoll. Sie stützen den Bauch und entlasten somit den Rücken. Gewisse osteopathische Behandlungen und sanfte Massagen reduzieren ebenfalls Rückenschmerzen.

Zu guter Letzt hilft ein warmes Bad.


5. Zusammenfassung

90% der Rückenschmerzen sind myofaszial bedingt und nicht von Dauer. Die Schmerzen können aber höllisch sein und einem die komplette Beweglichkeit nehmen. Mit der hier vorgestellten 7x7-Methode von BACKLAxx kannst Du auf der einen Seite akute Rückenschmerzen bekämpfen, aber auch dafür sorgen, nie wieder solche Qualen zu erleiden.


{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}