Psychische Erkrankungen und Rückenschmerzen | backlaxx®

Psychosomatische Erkrankungen

Die psychosomatischen Einflüsse werden bei der Therapie von Rückenschmerzen immer wichtiger. Besonders Stress, Angst und Depressionen können langfristig gesehen zu chronischen Rückenleiden führen, wenn nichts dagegen unternommen wird. Erfahre wie Rückenleiden und die Psyche zusammenhängen.
Die psychosomatischen Einflüsse auf Rückenschmerzen sind meist unterschätzt und werden selten damit in Verbindung gebracht. Besonders die Faktoren Stress oder Depressionen können langfristig gesehen zu chronischen Rückenleiden führen.

  Lesedauer: 8 min  - je Ursache ca. 2 min

by Roland Späht | 16.04.2018

Aktualisiert durch Marie Luise Zentner | 01.09.2019


Die Psyche: 3 Ursachen

Die Ursachen für Rückenschmerzen haben wir in vier Kategorien unterteilt:

  • Erkrankungen der Wirbelsäule
  • Neuralgie - Nervenschmerzen
  • Erkrankungen der myofaszialen Strukturen
  • Psychosomatische Erkrankungen

Der Einfluss unserer psychischen Verfassung auf unsere Gesundheit wird immer größer. Zum einen rücken die lang ignorierten psychischen Krankheiten in das Bewusstsein unser Gesellschaft. Außerdem steigt der Leistungsdruck steigt, unsere geistige und körperliche Erholung rückt immer weiter in den Hintergrund. Dies öffnet psychischen Erkrankungen Tür und Tor, was wiederum körperliche Beschwerden mit sich bringt.


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2. Psychische Störungen

Um seine eigene Situation besser einschätzen zu können, ist es wichtig zu erkennen, wann Unwohlsein und Stress aufhören und ab welchem Punkt ein psychische Störung entsteht. Vorweg gesagt, ist eine Selbstdiagnose bei psychischen Störungen nicht empfehlenswert. Tests im Internet sind teilweise gute Orientierungsmöglichkeiten, können jedoch wie immer Panik hervorrufen, wo keine nötig wäre. Kurz gesagt: Kläre Deine Bedenken vorerst mit deinem Hausarzt ab, der Dich an entsprechende Experten weiter leitet.

Nun zur Definition: eine psychische Störung ist ein stark von der Norm abweichendes Verhalten und somit ist zum Teil kulturell bedingt, was krankhaft ist und was nicht. So klagen Deutsche bei Depressionen häufig über Atembeschwerden, während Betroffene der selben Krankheit aus anderen Ländern beispielsweise von Herzschmerzen berichten.

Sehr bezeichnend ist jedoch der allgegenwärtige, subjektive Leidensdruck, der über einen längeren Zeitraum von mindestens 3 Monaten auftritt. Dieser Zustand stellt eine beachtliche Beeinträchtigung für Betroffene und Angehörige dar und führt zu einer Unfähigkeit den Alltag zu bewältigen. Arbeiten, die sonst zu den tagtäglichen Aufgaben gehörten, können nicht mehr in dem selben Maß verrichtet werden.

Es ist wichtig zu betonen, dass psychische Krankheiten nicht einfach von alleine verschwinden. Sie können in Schüben auftreten, mehrere Wochen anhalten und sich daraufhin erst in Monaten wieder bemerkbar machen. Dennoch können Betroffene sich nicht vollständig selber heilen. Hierfür bedarf es die Hilfe von Experten.

Nach einem emotionalen Verlust fallen die meisten Menschen in ein Loch der Trauer. Diese Trauer ist auch gesund und natürlich. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum als 3 Monate an und es ist dem Betroffenen nicht möglich sich mit eigener Kraft zu erholen und seinen Alltag zu bewältigen, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Es ist jedoch zu betonen, dass nicht jeder Mensch, der einen Verlust erleidet, automatisch psychisch erkrankt. Ebenso kann die Krankheit jemanden mit einem augenscheinlich makellosen Lebenslauf treffen.


3. Stress und Ängste

Stress und Ängste lösen körperlichen Reaktionen aus. Wie gut wir Stress verarbeiten können, hängt von unserer sogenannten Resilienz, also der psychischen Widerstandsfähigkeit, ab. Diese Kraft bildet sich zum einen in der Kindheit aufgrund von frühen Erfahrungen, die unser Selbstbewusstsein nachhaltig prägen. Eine weitere Komponente bildet die Genetik.

Ähnlich wie bei Krebs steigt das Risiko selbst an einer psychischen Krankheit zu leiden, wenn Verwandte betroffen sind. Auch unsere Persönlichkeit, die sich aus einem Zusammenspiel von äußeren und inneren Faktoren bildet, bestimmt unsere Reaktion auf Konflikte. Menschen mit einer hohen Resilienz werden umgangssprachlich auch als „Stehaufmännchen“ bezeichnet. 

Obwohl Stress eine psychische Reaktion auf äußere Umstände ist, zeigt der Körper dann im muskulären Bereich einen höheren Anspannungsgrad, durch eine kettenreaktionsartige Ausschüttung von Hormonen (CRH, ACTH, Cortisol, Cortison, Adrenalin und Noradrenalin).

Durch eine kettenreaktionsartige Ausschüttung von Hormonen (CRH, ACTH, Cortisol, Cortison, Adrenalin und Noradrenalin) erhöht sich der Anspannungsgrad der Muskulatur was auf Dauer Muskelverspannungen führt.

Ursprünglich waren diese dafür da, um Energiereserven in Notsituationen freizusetzen, was auch eine Anspannung der Muskulatur zu Folge hat. Wenn dieser Zustand der muskulären Anspannung dann mehrere Stunden anhält ohne, dass die Anspannung in Form von Bewegung entweicht, führt dies nach einem langen Arbeitstag unweigerlich zu Nacken- und/oder Rückenschmerzen. Wird dieser Zustand über einen längeren Zeitraum nicht verlassen und nichts gegen die Verspannungen unternommen, können Verhärtungen der Muskulatur entstehen. 

Dies wiederum kann zu eingeklemmten Nerven führen und dann zu Schmerzen. Auf Dauer kann das zu Veränderungen dieser Nerven führen, es entsteht ein Schmerzgedächtnis und somit ein chronisches Leiden.

Die Rückenschmerzen sind in diesem Fall aber nicht das größte Problem. Es ist der psychische Druck, der sich in Form von Rückenschmerzen äußert, der eigentlich behandelt werden sollte.

Ängste führen ebenfalls zu einer Kettenreaktion von Hormonausschüttungen und haben dann natürlich einen ähnlichen hormonellen Effekt, wie oben bereits beschrieben. Auch Ängste äußern sich in Rückenschmerzen und Verspannungen aufgrund der ständigen körperlichen Bereitschaft zur Flucht. Für Außenstehende ist die einhergehende Änderung in der Haltung und dem Körpergefühl Betroffener, nur bei genauer Betrachtung bemerkbar. Zu diesen Ängsten gehören Denkmuster wie

  • "fear-avoidence-beliefs" (Angst, dass Bewegung zu Schmerzen führt)
  • "endurance beliefs" (trotz Schmerzen durchhalten zu müssen) oder das
  • Katastrophisieren (überzogene innere Einstellung vom Eintreffen negativer Ereignisse)

die einen großen Einfluss auf die Entstehung von chronischen, psychosomatischen Rückenbeschwerden haben.

Doch der Einfluss von Ängsten auf unseren Körper ist weitaus komplexer. Beispielsweise führt die Agoraphobie, also die Angst vor großen Plätzen oder öffentlichen Orten, häufig zu einer Isolation Betroffener. Oftmals aufgrund traumatischer Ereignisse entwickeln diese eine Angst vor Situationen, die schwer zu kontrollieren oder zu überblicken sind. Die Betroffenen ziehen sich zurück und verlassen in Extremfällen nur noch selten das Haus. Ebenso führen soziale Ängste zu einer Isolation, da es den Menschen schwer fällt, sich in sozialen Situationen wohl zu fühlen.

Mit der Isolation geht auch der Rückzug aus dem öffentlichen Leben einher. Hier setzt die Teufelsspirale ein: Die Angst führt zum Verlust der Arbeit. Dieser Umstand bedingt, dass Betroffene weniger soziale Kontakte pflegen, weniger Sport trieben und es ihnen immer schlechter geht. Die Angst führt zu einem ungesunden Lebensstil. In diesem Fall lässt sich nicht mehr sagen, was der ursprüngliche Auslöser des Konflikts war. Alleine ist dieser Verlauf nur schwer zu durchbrechen, weshalb es essenziell ist, sich in diesem Fall professionelle Hilfe zu holen.


4. Depressionen

Eine Depression beschreibt einen Zustand gedrückter Stimmung, sich wiederholende negative Gedanken und Antriebslosigkeit. Hinzu kommen oft

Der pychische Zustand von Schmerzpatienten nimmt in den letzten Jahren einen immer wichtiger Stellenwert bei der Behandlung ein. Depressionen führen zu einer Abwärtsspirale die die Entstehung von chronischen Rückenschmerzen stark beeinflusst.
  • Interessensverlust,
  • Freudlosigkeit,
  • Aufmerksamkeitsstörungen,
  • vermindertes Selbstwertgefühl,
  • Schuldgefühle,
  • Schlafstörungen,
  • Erschöpfungszustände,
  • Appetitlosigkeit.

Depressionen gehen außerdem häufig mit Suizidgedanken einher.

Bundesweite Telefon Seelsorge in Deutschland

  • +49 (0)800 111 0 111 (gebührenfrei)
  • +49 (0)800 111 0 222 (gebührenfrei)

In Deutschland schätzt die Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) die Anzahl der unter Depressionen leidenden Menschen auf 4,1 Millionen, das entspricht ca. 5,2% der Bevölkerung. Dabei sind Frauen doppelt so oft betroffen wie Männer, die Zahl der Jugendlichen steigt stetig an und auch ältere Menschen leiden überproportional daran.

Diese Risikogruppen lassen sich folgendermaßen erklären: Bei der Behandlung von depressiven Männern besteht ein großer Handlungsbedarf, doch auch Frauen, werden häufig nicht korrekt medizinisch versorgt. Weibliche Depressionen gehen mit den typischen Merkmalen wie Freudlosigkeit und Trauer einher, während sich Männer aufgrund ihrer Sozialisierung anders verhalten. Es ist bewiesen das sich Depressionen bei Männern häufig in

  • Reizbarkeit,
  • Zorn,
  • Unruhe,
  • riskantem, irrationalem Verhalten und
  • Wutausbrüchen

äußern, während Frauen ihre Trauer generell offener zeigen. Dies hängt zum einen mit der Sozialisation zusammen. Jungs wird beigebracht, dass es sich nicht gehört zu weinen, während wütende Mädchen als Zicken bezeichnet werden. Beiden Geschlechtern werden bereits in jungen Jahren gewisse Verhaltensweisen aufgezwungen und andere verpönt.

Die frühe Forschung an psychischen Krankheiten, beispielsweise durch Sigmund Freud, wurde vorwiegend an Frauen, den sogenannten Hysterikerinnen, vorgenommen. Die allgemein bekannten Merkmale einer Depression beziehen sich meistens auf die weiblichen Symptome, weshalb Depressionen bei Männern häufig unentdeckt bleiben. Unter anderem damit lässt sich die hohe Selbstmordrate von Männern im Alter von 30 bis 40 Jahren erklären, weshalb ein großer Handlungsbedarf besteht.

Doch auf Frauen werden medizinisch falsch versorgt. Die Gabe von Psychopharmaka folgt nach den männlichen Standards, obwohl Frauen auf die Medikamente anders reagieren. Auch in der allgemeinen Medizin erhalten Frauen falsche, zu viele oder zu wenige Medikamente. Der Grund für diese Fehler liegt unter anderem in der Forschung.

Angstlösende Medikamente helfen Betroffene einer somatisierten Störung die Angst vor z.B. Erkrankungen zu unterdrücken.

Antidepressiva und Neuroleptika sind angstlösende Medikamente

Heutzutage werden Medikamente überwiegend an Männern getestet. Zum einen da bei Frauen innerhalb ihres Zykluses, ihr Hormonhaushalt stark schwankt und man Unregelmäßigkeiten dieser Art vermeiden möchte. Dies ist wichtig, um die genaue Wirkungsweise der Medikamente zu ermitteln.

Außerdem wurden in der Vergangenheit Studien an Frauen durchgeführt, bei welchen sich im Nachhinein herausstellte, das die Teilnehmerinnen schwanger waren und die Medikamente den Föten geschadet haben.

Aus diesem Grund gibt es wenig Daten für die passenden Medikamente bei Frauen. Häufig ist die Dosis geringer, als bei den Männern. Dennoch sollten Frauen in bei der Einnahme von Antidepressiva vorsichtig sein. Um das passende Medikament zu finden, braucht es häufig mehrere Anläufe.

Die häufigsten Ursachen, die eine Depression auslösen können sind:

  • Hormonelle Dysbalancen
  • Stress, Überlastung
  • Verluste von nahestehenden Menschen, dem Arbeitsplatz, etc.
  • Traumatische Erlebnisse
  • Medikamenten und Drogenmissbrauch

Diese Erkrankung führt dazu, dass sie bestehende Rückenleiden verstärkt und die Betroffenen keinen Antrieb haben um sich aktiv um eine Besserung bemühen zu können. Es entsteht eine Abwärtsspirale die zu chronischen Schmerzen führen kann.

Auch aus den Depressionen heraus können Rückenschmerzen entstehen, da Betroffene sich weniger bewegen und eine charakteristische Haltung einnehmen, die nur bei genauerer Betrachtung deutlich wird. Sowohl das Körpergefühl, als auch der Gang ändern sich und wirken schlapp und niedergeschlagen.


5. Somatisierung

Die somatoforme Störung ist die Neigung sich körperlich unwohl zu fühlen. Dies hat zur Folge, dass Beschwerden wahrgenommen werden, die keiner Ursachen zugeschrieben werden können. Dabei entsteht beim Betroffenen die feste Überzeugung, dass ein echtes körperliches Leiden vorliegt und eine psychische Erkrankung als Diagnose nicht akzeptiert wird.

Bei einer somatorischen Störung entsteht beim Betroffenen die feste Überzeugung, dass ein echtes körperliches Leiden vorliegt und eine psychische Erkrankung als Diagnose nicht akzeptiert wird.

Dieser Prozess nennt sich Somatisierung. Stress und Anspannungen wurden vom Betroffenen zu lange ignoriert oder nicht ernst genommen. Nun wirkt sich jedoch beides negativ auf den Körper, beispielsweise in Form von Rücken- oder Kopfschmerzen aus, um den Betroffenen zum Handeln zu zwingen. Aspirin zu schlucken oder seine Rückenschmerzen anderweitig zu behandeln, ist in dieser Lage nur das Lindern von Symptomen und nicht die Beseitigung des wahren Problems.

Sehen wir die Rückenschmerzen mal als einen Liebesbeweis deines Körpers. Zu lange ignorierter Stress oder psychische Krankheiten äußern sich früher oder später körperlich, um dir keine andere Möglichkeit mehr zu lassen, als dir Hilfe zu holen. Sieh deine Schmerzen also als ein Warnsignal, endlich etwas für deine Psyche tun zu müssen. Erkenne deine Probleme an und suche dir adäquate Hilfe.

Regelmäßige Massagen oder Rückenbehandlungen nutzen dir bei psychosomatischen Schmerzen gar nichts, wenn du den Ursprung deines Problems nicht aufschlüsselst. Was bereitet dir Stress? Hast du in letzter Zeit schwere Verluste erlitten? Ob es der Verlust des Arbeitsplatzes oder Angehöriger ist, ignorierte psychische Unruhen, bereiten dir früher oder später körperlichen Schmerz. Rücken- und Nackenprobleme, die aus der Psyche heraus entstehen, lassen erst nach, wenn du deine Psyche heilst.

Diesen neuen Ansatz kannst du vorerst mit deinem Hausarzt besprechen, der dich dann an einen Facharzt empfiehlt. Auch das ist kein Zwang. Solltest du dich unwohl fühlen, kannst du es vorerst bei dem Hausarztbesuch belassen oder die Behandlung nach einem ersten Besuch beim Psychologen abbrechen. Vergiss nicht, rund eine Millionen Deutsche gehen jedes Jahr zum Psychotherapeuten. Das ist nichts wofür man sich schämen sollte, denn es geht um dein Glück, deine Gesundheit, deine Zufriedenheit und ein schmerzfreies Leben.

Das Gegenstück zu den Rückenleiden psychischen Ursprungs sind die psychischen Störungen, die aus körperlichen Krankheiten hervorgehen. Jede Krankheit körperlichen Ursprungs, selbst eine Erkältung, hat mehr oder weniger starke psychische Aspekte. Bei einer Erkältung kann dies Lustlosigkeit oder schnelle Reizbarkeit sein. Doch ständige Anspannung wie bei chronischen Rückenschmerzen befördern dauerhaft negative Gedanken, welche sich verhärten und umgangssprachlich gesagt ins Gehirn „einbrennen“. Negative Denkweisen auch an schmerzfreien Tagen abzulegen, wird immer schwerer, je länger der Leidenszustand anhält.

Dies lässt sich damit erklären, dass alle „Knotenpunkte“ unseres Gehirns mit Axonen oder „neuronalen Straßen“ verbunden sind. Pfade, die häufig verwendet werden, werden ausgebaut und es entstehen „Autobahnen“, die elektrische Signale mit einer schnelleren Geschwindigkeit weiter leiten, als die weniger befahrenen Straßen. In diesem Beispiel hat der Schmerzpatient seinen negativen Pfad durch das häufige Benutzen dieses Denkmusters in eine neuronale „Autobahn“ umgebaut. Reize die nun von außen aufgenommen werden, werden über den schnellsten und am häufigsten verwendeten Weg weiter geleitet. Die „Autobahn“ wird immer weiter ausgebaut und das negative Denkmuster verhärtet sich.

Bei der somatoformen Störung werden verschiedene Formen unterschieden, dazu gehören die

  • Somatoforme Schmerzstörung,
  • die Hypochondrische Störung und die
  • Somatisierungsstörung

Dabei können die Symptome am ganzen Körper in unterschiedlichster Ausprägung vorhanden sein. Speziell im Bereich der Muskeln und Gelenke sind Schmerzen in den Armen, Beinen und Rücken auftretende Beschwerden.

Die Ursachen einer somatoformen Störung sind komplex und empirisch nicht belegt. Es wird vermutet, dass ein Zusammenspiel psychischer, biologischer und sozialer Faktoren die Auslöser sein können. Vor allem 

  • dauerhafter Stress, Überforderung,
  • Angstzustände,
  • verstärktes "in sich hineinhören" und 
  • Unzufriedenheit.

führen dazu.

Eine somatoforme Störung bringt entweder Schmerzen mit sich oder sie verursacht einen stetigen hohen Anspannungsgrad im Körper. Diese Anspannung führt zu muskulären Verspannungen/Verhärtungen, die dann körperliche Beschwerden zur Folge haben.

Wichtig!

Psychosomatische Erkrankungen und soziale Faktoren werden bei der Behandlung von Rückenschmerzen immer wichtiger. Verschiedene Studien haben ergeben, dass die Psyche einen sehr starken Einfluss, vor allem auf die Chronifizierung von Schmerzen hat.